Kindergeld im Masterstudium

Kindergeld und Masterstudium

Kindergeld während des Masterstudium

Der Bundesfinanzhof hat entschieden daß ein konsekutives Masterstudium noch zur Erstausbildung gezählt werden kann. Wenn das Master-Studium in direktem zeitlicher und inhaltlicher Zusammenhang zum Bachelor Studium stattfindet, bleibt der Anspruch auf Kindergeld erhalten.

Der Bundesfinanzhof hatte sich mit der Frage auseinander zusetzen, ob ein Masterstudium Erst- oder Zweitausbildung ist. Denn das ist entscheidend über die Frage ob eine schädliche Erwerbstätigkeit vorliegen kann oder nicht.

Schädliche Erwerbstätigkeit
Wenn es sich nicht um eine Erstausbildung handelt, gibt es seit 2012 keine Einkommensgrenzen für das Kind (für welches Kindergeld bezogen wird) mehr. Allerdings gibt es den Begriff der schädlichen Erwerbstätigkeit. Von einer schädlichen Erwerbstätigkeit wird gesprochen, wenn man neben dem Studium oder Ausbildung ein Tätigkeit ausübt, welche mehr als 20 Wochenstunden beträgt.

So wurde entschieden, dass ein Masterstudium nicht als weitere Ausbilding, sondern noch als Teil einer einheitlichen Erstausbildung zu werten ist. Dabei muss das Bachelor- und Masterstudium in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang durchgeführt wurden (sog. konsekutives Masterstudium).

So wurde vom BFH ein Aufbau- oder Ergänzungsstudium anerkannt, wenn es zu einer zusätzlichen beruflichen Qualifikation führt und mit einer Prüfung abgeschlossen wird.

Allerdings muss das Studium ernsthaft und zielstrebig betrieben werden. 10 Wochenstunden reichen um das Studium als ernsthaft anzuerkennen. Liegen die Wochenstunden darunter, muss ein ein entsprechender Zeitaufwand durch die Vor- und Nachbereitung des Unterrichtsstoffs nachgewiesen werden.

Um durchgängig Kindergeld zwischen Bachelor- und Masterstudium zu erhalten darf die Pause zwischen den beiden nicht mehr als 4 Monate betragen.

Urteil BFH



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